Interkommunaler Austausch mit der Gemeinde Wölfersheim

Bürgermeisterin Herget-Umsonst besuchte mit Bürgermeister Eike See die frisch sanierte Mehrzweckhalle in Wohnbach

 

Kürzlich lud Bürgermeister Eike See seine Kollegin aus der Nachbarschaft, Lena Herget-Umsonst, für einen Vororttermin nach Wohnbach ein. Thema ihres interkommunalen Austausches war die Sanierung von gemeindeeigenen Einrichtungen. See zeigte Herget-Umsonst ein für ihn gelungenes Sanierungsbeispiel – die Mehrzweckhalle in Wohnbach.

„Wir haben hier in den letzten Wochen und Monaten umfassende Arbeiten vorgenommen und unsere Turn- und Sporthalle zu einer Mehrzweckhalle umfunktioniert. Die Räumlichkeiten haben nun einen echten Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger. Die Heimat unserer Vereine und Gruppen wurde aufgewertet“, freute sich Eike See. Die beiden Rathauschefs machten sich ein Bild von den einzelnen umgesetzten Arbeitsschritten. So wurde die Halle mit einer neuen energieeffizienteren Lüftungs- und Heizanlage ausgestattet, Akustikmaßnahmen vorgenommen und zusätzliche Fluchtwege geschaffen. Verschiedene Bereiche wurden gestrichen, Türen lackiert und Fliesen in Küche und WC neu verlegt. Auch die Neugestaltung der Fassade konnte vorgenommen werden. „Durch die hellere Farbgestaltung wirkt der Eingangsbereich nun insgesamt einladender und heller. Und natürlich darf auch die Wölfersheimer-Skyline mit ihren markanten Sehenswürdigkeiten nicht fehlen“, so See weiter. Der Objektbetreuer Timo Rilk nutze nun die Zeit der Corona-bedingten Hallenschließung, um verschiedene Arbeiten in Eigenleistung durchzuführen.

„Wir haben bei unserer Bestandsanalyse unsere Liegenschaften in den Blick genommen und genau hingesehen, wo etwas getan werden muss“, ergänzte der in Wölfersheim für Hochbaumaßnahmen zuständige Fachbereichsleiter, Anton Krippner. Ausgangspunkt für die Sanierung in Wohnbach sei die Erneuerung der Lüftungsanlage gewesen.
Herget-Umsonst nutzte den fachlichen Austausch im Hinblick auf das Reichelsheimer Bürgerhaus, das von ihrem Amtsvorgänger wegen baulicher Mängel, etwa beim Brandschutz, im September 2018 geschlossen wurde.
 

„Seit ich im Rathaus bin, habe ich das Thema nach vorne auf die Prioritätenliste der Bauverwaltung gesetzt. Wir haben viele Großprojekte zu schultern und stehen vor immensen Aufgaben. Die Vereine, Gruppen und vor allem die Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Bürgerwerkstatt mit Ideen und ihrer Zeit eingebracht haben, haben es verdient, dass sich etwas tut. Ich kann keine zeitnahe Teil- oder Komplettöffnung versprechen – dies wäre unredlich. Aber ich kann versprechen, dass die Arbeit nun zielführend aufgenommen wird und mehr Transparenz in das weitere Vorgehen kommt“, sagte Herget-Umsonst.

Die gesetzlich geforderte europaweite Ausschreibung für die Architektenleistung sei fertiggestellt und befinde sich gerade zur Abstimmung im Vergabezentrum in Büdingen. Sobald die Rückmeldung vorliege, werde das zweistufige Verfahren aus einem Teilnahmewettbewerb und einer Dialogphase, in der sich ausgewählte Büros vorstellen dürfen, gestartet. Im Anschluss erfolge die Ausschreibung für den Bereich Heizung, Lüftung Sanitär und Elektroplanung, dann die Tragwerksplanung. Einen großen Raum nehme die Außenanlage- und Freiflächenplanung ein.

Die Arbeitsintensivität und Fülle der Aufgaben bestätigten die Wölfersheimer Bauherren. Herget-Umsonst sagte wiederum zu, nach Abschluss der Arbeiten nach Reichelsheim einladen zu wollen. „Unseren intensiven interkommunalen Austausch werden wir auf jeden Fall fortsetzen. Wir können von den Erfahrungen des jeweils anderen lernen und so die bestmöglichen baulichen als auch finanziellen Ergebnisse für unsere Kommunen erzielen“, so Herget-Umsonst und See abschließend.


Bild: Gemeinde Wölfersheim